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Mehrwertsteuersenkung: Dresdner Hotels investierten im Jahr 2010 über 2 Millionen Euro zusätzlich

Die Dresdner Hoteliers ziehen hinsichtlich der zum 1. Januar 2010 in Kraft getretenen Mehrwertsteuersenkung eine positive Bilanz. An einer Umfrage des Tourismusverbandes Dresden e.V. (TVD) beteiligten sich 15 Hotels, die im vergangenen Jahr aufgrund der Steuererleichterung ein zusätzliches Investitionsvolumen von insgesamt 2,072 Millionen Euro netto aufbringen konnten. Im Jahr 2011 gehen die Hoteliers von einer annähernd gleichen Summe aus. Investiert wurde in erster Linie in die Zimmerausstattung, d.h. Teppichboden, Mobiliar, modernere Technik und Badezimmer. Davon profitierten zu über 80 Prozent einheimische Handwerksbetriebe. Darüber hinaus wurden in diesen Häusern 36 neue Vollzeitarbeitsplätze bzw. Ausbildungsplätze neu geschaffen.

„Wir haben die zusätzlichen Mittel aus der Mehrwertsteuersenkung zum einen in eine außerplanmäßige Lohnerhöhung und die Aufstockung der Weihnachtsgratifikation investiert. Aufgrund des harten Wettbewerbs wäre dazu kein Spielraum gewesen“, berichtet Johannes Lohmeyer, Geschäftsführer des Holiday Inn an der Stauffenbergallee. Sein Haus konnte dank der Mehrwertsteuersenkung seine jährlich aufgewendeten Modernisierungsmittel auf 600.000 Euro verdreifachen. „Die Neugestaltung der öffentlichen Bereiche, des Gartens, der Clubetage und 60 Zimmern konnten so ein bzw. zwei Jahre vorgezogen und die neue EDV ebenfalls ein Jahr früher beschafft werden“, so Lohmeyer, der bis auf die aus München beschaffte EDV alle Aufträge in Dresden und Umgebung platzierte.
 
Im Hotel Taschenbergpalais Kempinski entstanden durch die Steuererleichterung sieben neue Arbeitsplätze. „Zudem haben wir für Trainings- und Qualifikationsmaßnahmen unserer Mitarbeiter zusätzlich ca. 20 000 Euro ausgegeben sowie 170.000 Euro für zusätzliche Investitionen, davon flossen mehr als 50 Prozent direkt an lokale Handwerksbetriebe“, berichtet der Geschäftsführende Direktor Gerold J. Held. Diese Investitionsmaßnahmen waren nicht geplant beziehungsweise wurden aufwändiger durchgeführt als ursprünglich geplant. Beispiel hierfür ist die Wiederherstellung der Stoffbespannung in der Bel Etage. Hier waren zunächst nur Tapeten vorgesehen.
 
„Die Mehrwertsteuersenkung war für die überwiegend mittelständisch geprägte Hotellerie eine dringend notwendige Maßnahme, um im europäischen Vergleich Wettbewerbsnachteile auszugleichen und die Wirtschaftlichkeit der Hotelbetriebe nachhaltig zu stärken“, sagt Marc Arendt, Geschäftsführer des Ringhotel Residenz Alt Dresden. „Nur durch diese Maßnahme ist es meinem Unternehmen möglich gewesen, zum jetzigen Zeitpunkt in die Erhaltung der Qualität unseres Produktes zu investieren. Von diesen Investitionen haben zu 100 Prozent einheimische Handwerksbetriebe profitiert, denn wir haben sowohl die Teppichlegearbeiten als auch die Fliesen- und Malerarbeiten ausschließlich von Dresdner Handwerkern in einem Gesamtvolumen von 60.000 Euro ausführen lassen.“ Wichtig sei, dass diese Steuersenkung dauerhaft und verlässlich ist, denn nur so können Hoteliers ihre Investitionen langfristig planen und damit im Haus und im Handwerk Arbeitsplätze sichern, so Arendt weiter.
 
Rückmeldungen an den TVD erfolgten u.a. durch folgende Dresdner Betriebe: Kempinski, Art'otel, Holiday Inn, Ringhotel Residenz Alt Dresden, NH Hotel, Park Inn, Quality Plaza, Hotel Novalis, L-Hotel, Quintessenz Forum, Andor Hotel.

 

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